[quote="Kai "the spy""]Selbst BluRay ist doch inzwischen nur noch ein Übergangsformat. Über kurz oder lang wird an Streaming á la Netflix (wo es ebenfalls Optionen für HD und 4K gibt) eh nix vorbei führen, ob nun über Flatrate oder On-Demand. Alternativ vielleicht noch der legale Download. Von daher ist es richtig, jeder soll zu der Variante greifen, die ihm (oder ihr) am besten gefällt, aber niemand anderem vorwerfen, ein "minderwertiges" Produkt zu wählen.[/quote]
Also Streaming birgt mehr Nachteile als Vorteile und wird wohl (hoffentlich) nur eine temporäre Modeerscheinung bleiben
a) brauch man erstmal eine wirklich gute Breitbandverbindung (ich selbst hab sowas nicht z.B.)
b) sind die Filme bzw. Serien da meist nur temporär zur Verfügung stehend - werden sie irgendwann wieder aus dem Angebot genommen, hat man Leergeld bezahlt
c) ist die Auswahl immer ein Jammertal für Filmfans (da meist nur auf TV-Serien ausgelegt)
Filmfans, die was auf sich halten haben eh viel lieber etwas physisch im heimischen Regal stehen als nur ein paar Streams in einem schnöden Onlineaccount herumgeistern - allerdings tendiert der Mainstream heutzutage eher zum Casual Watching ... Leider, denn dadurch ist die Gefahr durchaus gegeben, dass sich irgendwann in einer postapokalyptischen Dystopie keine physischen Datenträger mit Filmmaterial darauf mehr finden lassen und man auf Gedeih und Verderb nur noch dem "Wohlwollen" geldgeiler Streamingdienstleister ausgeliefert sein wird ...
Astro hat geschrieben:Du meinst, er wird mit mindestens 2K gescannt. Eine "Auflösung" im digitalen Sinne hat analoger Film nicht.
Und genau da liegt der Hund begraben ... meist wird es dann wenn auf 4K hochgerechnet (sprich: hochgematscht - anders gehts auch nicht), damals gabs weder 70mm noch digitales Aufnahmematerial (so wie heute), welches für 4K viel eher geeignet wäre - 2K ist kein Minimum, sondern eher das maximal bestmögliche bei 35mm, OHNE eben alles künstlich aufzuplustern ...
Klar ist BD vom technischen Stand her der DVD in vielen Belangen überlegen - das bezweifelt hier keiner - nur wie gesagt, bei älteren Filmen (aus denen die meisten hier wohl den Grossteil ihrer Sammlung bestehen haben dürften) hat man meist leider das nachsehen - klar gibts einige gute Ausnahmen (gerade bei Lifeforce überrascht mich das sogar regelrecht) - diese sind jedoch leider noch lange nicht die Regel
Dschungeldrache hat geschrieben:Deine Ansicht, Leitbild, verstehe ich gar nicht. Die Tatsache, daß "Filmmaterial" verwendet wurde ist doch gerade das Begrüßenswerte. 35 mm Film hat eine Auflösung von mindestens 2000 Horizontalpixeln, die Farbdynamik ist größer als bei Videosystemen, und das Filmkorn macht das Bild geschmeidig. Werden BDs gar von noch größeren Systemen abgetastet wie Vista Vision, Cinemascope 55, MGM Camera 65, Panavision, Ultra Panavision, Grandeur, Technirama, Cinerama, Cinemiracle... vergrößert sich der Abstand nochmals. Vergiß nicht, daß es Leinwände von 30 Metern Breite gibt. Sicher... wird eine Blu-Ray angeboten erwarte auch ich, daß ihre Auflösung original ist, nicht hochgerechnet.
Das ist keine Ansicht, sondern schlichte Schlussfolgerung aus entsprechenden Erfahrungswerten
Analoges Material ist eine Sache - digitales eine andere - Aus dem analogen kann man mit der richtigen Wiedergabetechnik noch jede Menge herausholen (wenn auch nur begrenzt) ... bei digitalen Medien grenzen Wiedergabestandards, Speicherplatz der Medien, Bitraten, Komprimierung und Übertragungstechnik vieles ein - eine festgelegte Bitrate (von z.B. 7000 kbps) kann man noch so hoch konvertieren wie man will (sagen wir mal auf 15.000 kbps), die Bitrate wird zwar höher dann, aber die Qualität wird dennoch nicht besser - und man verschwendet nur unnötig Speicherplatz für aufgeplustertes Material, was jedoch noch immer genauso aussieht wie vorher - genauso sieht es dann aber auch mit den Auflösungen aus - schonmal versucht, ein Film von DVD (720x480 bei NTSC) auf 1K oder höher zu konvertieren - Meine Empfehlung: MACHT ES NICHT! (ich sage noch einmal Postkartenmotiv auf Postergrösse)

... Aber auch analoges Material hat wie gesagt seine Grenzen - und zwar sind das Bildformate bzw. deren "Auflösungen" - z.B. wäre die Standardauflösung für TV- & AV-Signale im analogen PAL umgerechnet im Grunde nur schnödes 320x240

... damals als die DVD aufkam, wurde dieses dann auf 640x480 quasi erhöht (nach der Jahrtausendwende aber erst) ... deswegen werden ja nach und nach mittlerweile sämtliche TV-Signale von "primitivem" analog auf HD-fähiges Super-duper digitales TV komplett umgestellt (zumal kaum noch einer einen alten analogen CRT TV bei sich rumstehen haben dürfte mittlerweile, und selbst wenn, wird der die nächsten Jahre eh nicht mehr überleben - mein alter 28" CRT im 16:9 hat nach 20 Jahren treuer Dienste auch seinen Löffel abgegeben), warum dürfte wohl mittlerweile jedem klar sein, der über ein HD fähiges moderneres Gerät verfügt
Was will man da noch mit ner Auflösung von 640x480 oder gar 320x240? In der IT waren diese Auflösungen bereits Mitte der 90er bereits obsolet
Jedoch hat analoges Material den Vorteil, dass es nicht durch Bitraten und Standardkonvertierungen begrenzt wird - es gibt NULL Komprimierung, ergo auch keine Artefakte und Co. - dafür aber (je nach Zustand des Materials) andere störende "Blickfänge" (Gries, Risse, Schnittklebestellen, Farbverluste, Schimmel etc.)
Zwar hat analoges Material den Vorteil, dass man keinen störenden Qualitätsverlust durch Komprimierungen etc. hat, jedoch nützt das alles nix, wenn man das Bild lediglich nur hochgematscht rausbekommt ... da kann man gleich nen Weichzeichenfilter reinklatschen
Ergo muss also zwangsläufig nachbearbeitet werden - und oftmals ist das für viele grössere Studios eben Grund genug, den Film gleich noch zusätzlich unnötig "aufzuwerten" und ihm somit zusätzlich noch der Authentizität zu berauben

Klar mag es vllt besser aussehen, doch da kann man doch gleich nen neuen Film drehen, wo es dann auch eher reinpasst ...
Das mit dem Filmmaterial hattest du wohl falsch verstanden - es ist sowieso immer besser originales Filmmaterial zu verwenden (anders gehts ja auch gar nicht, wo soll denn plötzlich das digitale Material von einem 40-50 Jahre alten Film herkommen? von zeitreisenden Aliens mit cineastischen Vorlieben?

) - nur wie gesagt, lies nochmal genau, es ging dabei um ALTES Filmmaterial aus einer Zeit wo sowas wie HD, 4K und vorallem auch digitale Medien noch pure Zukunftsmusik waren

Da brauch man schon entsprechendes Equipment, um es halbwegs vernünftig umzusetzen (BD mag zwar abwärtskompatibel sein, jedoch sind die alten Filme keinesfalls deswegen zwangsläufig auch aufwärtskompatibel) - das mag vllt. bei grösseren Labels, die ihr Material von grossen Studios bekommen, durchaus gegeben sein - aber wir reden hier von einem Nieschenlabel, das Nieschenfilme für Liebhaber von einem obskuren Anbieter aus Fernost erhält für spezielle Sammeleditionen (die wirklich nur Bekloppte wie wir sich holen würden

- ums mal drastisch auszudrücken) - auch wenn Japan stets Vorreiter der digitalen Medien war - sowohl CD, LD wie auch VCD & DVD wurden allesamt in Japan von japanischen Technikkonglomeraten (Pioneer, Toshiba, Sony) entwickelt - so sind jedoch deren Filmgesellschaften (sofern sie damals die 70er Jahre überlebt haben sollten) in Sachen Nachbearbeitung alter Filme weit zurück ... leider eine Tatsache (u.a. auch wegen des Umstands, wie einer so schön anmerkte hier, dass den Japanern alte Sachen manchmal doch eher dezent am Anus vorbeirauschen)
Mir ging es eher darum, dass viele Filme (Indiana Jones-Reihe, Jurassic Park, Alien-Reihe usw - ganz zu schweigen von George Lucas' Dauervergewaltigungsfeldzug gegen sein angeblich heissgeliebtes geistiges Kind Star Wars - Indy hats ja auch schon erwischt mittlerweile, ich sag nur CGI-Ratte in einem offensichtlichen Film aus den frühen 80ern

) und auch TV Serien (siehe Star Trek TNG & TOS) für eine VÖ auf BD nochmal überarbeitet werden "mussten" (was bei Star Wars z.B. allerdings längst nix neues mehr sein dürfte - wieviele verschiedene Überarbeitungen gab es da schon bis jetzt? 4? 5? 6? 7? Hab irgendwann aufgehört zu zählen und mich drüber zu ärgern

)
Zugegeben, überall da wo Lucas seine Wichsgriffel im Spiel hatte, das waren eh von vorn herein hoffnungslose Fälle für Puristen - aber muss das denn dann auch anderen Klassikern und deren Franchises so ergehen? Da hatten DVD-Sammler wie ich weitestgehend noch Glück gehabt

aber auf BD sind ausschliesslich nur noch "digital aufgewertete" Fassungen der Filme erhältlich ... und sowas schmerzt den Cineasten zutiefst in der Seele
Na jedenfalls... wer DVDs kauft, zahlt früher oder später doppelt.
Baka!
Entweder man kauft gezielt DVD oder BD - ist wie schon gesagt hier, jedem selbst überlassen ...
Und ich könnte wetten, als damals die DVD rauskam, warst auch du noch Feuer und Flamme
Im Nachhinein, wenn etwas "tolles Neues" zu haben ist, ist es immer leicht zu sagen, die alten Sachen sind alle "Kacke"
Doch wie erklärst du dir bitte, dass es trotz BD noch immer auch DVD gibt? Als die DVD sich manifestierte gab es schon nach wenigen Jahren keine Filme auf VHS im Handel mehr und LD war sofort um die Jahrtausendwende eingestellt zugunsten der DVD ... Da spielen viele Faktoren noch heute zugunsten der DVD rein:
a) günstigere Produktionskosten, ergo erschwinglicher für Konsumenten (DVD = Vom Question Mark, über den Star zur Cashcow / BD = Vom Question Mark zum Star - sobald das nächste Format aufkommt, wird die BD weiterhin noch parallel laufen ... was DVD anbelangt, wird die Zeit es zeigen - immerhin konnte sich sogar die VHS noch bis nach die Jahrtausendwende hin halten, so wird es die DVD vllt. sogar noch länger überleben)
b) weitaus grössere Filmauswahl (da muss die BD noch immer mächtig nachziehen - ich fürchte sogar, dass viele Filme gar nicht erst den Weg zur BD schaffen werden, weil bis dahin schon wieder das nächste Format die Tür eintritt)
c) noch immer sind die Kinderkrankheiten der BD nicht restlos auskuriert und das Format wird oft noch nichtmal ansatzweise ausgereizt (was mich ehrlich gesagt schon etwas wundert - worauf warten die noch? bei 20-50 GB Speicherkapazität sind die Filme z.B. immernoch ziemlich gering kodiert - selbst die neuesten Filme in Überlänge nehmen gerademal die Hälfte bis zu 2 Drittel der Kapazität ein und das Bonusmaterial füllt noch nichtmal 10% aus jew.)
Btw: Das erste was es in der Richtung gab war damals noch Laserdisc und die war noch nichtmal digital kodiert, sondern noch rein analog bespielt (daher auch ohne Verlust durch Komprimierungen - dafür aber vom rein "mechanischen" Standpunkt her sehr limitiert in ihren Möglichkeiten, selbst noch im Vergleich zur DVD), dennoch (oder gerade deswegen) zahlen sich Sammler auch heute noch dumm und dämlich und bevorzugen dieses Medium noch vor DVD und BD - die wissen schon, wieso - ich kanns zumindest gut nachvollziehen
Nochmal allgemein:
LD war damals optimal für die Verarbeitung alter analoger Filme auf digitalem Datenträger ... sogar noch besser als DVD und BD ... leider konnte sie sich nur in ihrem Heimatland Japan so richtig durchsetzen (und halbwegs in den USA, Spielberg und Cameron waren z.B. klare Befürworter des Formats), hier in Europa war sie hingegen eher nur etwas Obskures für Filmsammler mit zuviel Geld

und man entschied sich für die günstigere (aber auch vergleichsweise derbst unterentwickeltere) VHS
Dafür war die DVD damals hier später weitaus erfolgreicher - zumal damit endlich der elende Bandsalat aufhörte und Filme nicht mehr soviel Platz im Regal wegnahmen - die Produktionskosten für DVDs sind mittlerweile fast genauso "hoch" wie die von CDs ... und spätestens, wenn dann das nächste Format aufkommt, wird es der BD ähnlich ergehen und dann geht die Diskussion wieder von vorne los (wetten?)
Aber ganz ehrlich, hätte ich die Kohle gehabt, ich hätte mir von Anfang an nur LDs geholt (allerdings hätte mir dann wohl vor ettlichen Jahren der allseits gefürchtete Laser Rot wohl sicher irgendwann einen Strich durch die Rechnung gemacht) und selbst auf die DVD geschissen
Aber wer auch immer das geschrieben hatte von wegen "DVD sei nur ein Übergangsmedium gewesen", ist da genauso auf dem Holzweg wie derjenige, der meinte dass jetzt BD nur ein Übergangsmedium sei - de facto sind beide als jew. Next Gen Medium ausgelegt gewesen (DVD Ende der 90er, BD fast genau ein Jahrzehnt später) ... davor waren es VHS in den späten 70ern und LD in den frühen 80ern ... das einzige tatsächliche Übergangsmedium war die meist unbeliebte VCD
Unterm Strich ist doch jedes Medium nur ein Übergangsmedium, sobald das nächste Kapitel der technischen Entwicklung aufgeschlagen wird ...
Wer weiss, irgendwann in 40 Jahren gibt es vllt. tatsächlich nur noch solche kleinen 0,8" Disketten (mit Terrabyte an Speicherplatz) wie in Sayonara Jupiter?

oder optische Datenträger mit der Grösse von Kontaktlinsen und Quantumbytes an Speicherplatz?