惑星大戦争 (Wakusei Daisensô)
Japan 1977
Internationaler Titel: The War in Space
Deutscher Titel: Der große Krieg der Planeten
Nachdem Godzilla sich schon 1975 mit
Konga, Godzilla King Kong - Die Brut des Teufels von der Kinoleinwand verabschiedete, stellt dieser Film nun den letzten Eintrag der klassischen Science-Fiction Filme für Toho dar. Geplant als zweiter Teil von Ishirô Hondas
Krieg im Weltenraum (Japan 1959), hat Regisseur Jun Fukuda letztendlich doch einen komplett eigenständigen Film geschaffen. Für die Spezialeffekte war Teruyoshi Nakano zuständig, der nach Eiji Tsuburayas Tod im Jahre 1970 bereits die Spezialeffekte für sämtliche Godzillafilme gemacht hat und somit längst kein unbeschriebenes Blatt mehr war. (Später dann auch verantwortlich für
Godzilla - Die Rükkehr des Monsters (Japan 1984))
Habe ich oben "eigenständig" geschrieben? Eigentlich fühlt sich dieser Film an wie ein Remake von
U-2000 Tauchfahrt des Grauens (Japan 1963). Die beiden Schiffe sehen fast identisch aus, der einzige Unterschied besteht darin, dass es dieses Mal nicht ins Wasser sondern ins Weltall geht!
Das erste Drittel des Films handelt von der Fertigstellung des Super-Raumschiffs Gothen, welches die allerletzte Chance für die Menschheit im Kampf gegen die bösen Außerirdischen von der Venus sein könnte. Nachdem alle Hauptstädte der Erde bereits zerstört wurden, kann nun die Gothen starten und heizt den Ufos, die die Erde angreifen erstmal ordentlich ein. Atomraketen - Laserstrahlen - Explosionen, schon der erste Kampf ist so actiongeladen wie er nur sein kann. Dazu läuft recht fetzige 70er Musik im Hintergrund, ein Traum für jeden Trash-Fan.
Nach dieser Schlacht wird direkt Kurs auf die Venus, das Hauptquartier der Außerirdischen genommen. Erwartet man hier eigentlich eine riesige Basis und feindliche Großstädte, findet sich nur eine römische Galeere (!), welche das Schlachtschiff der Venusianer ist. Es folgt ein 10-minütiger Kampf der beiden Schiffe, der so schön anzuschauen ist, das er wohl eher einem Feuerwerk gleicht. Hier wurde in der Spezialeffekt-Abteilung wirklich ganze Arbeit geleistet, da ist zu verschmerzen, dass doch recht wenig Gebäude in Schutt gehen. Nachdem sich der Kapitän der Gothen zusammen mit "der schrecklichsten Waffe die jemals erfunden wurde" (einer übergroßen Bohrmaschine!) in den Heldentod stürzt, fliegt die feindliche römische Galeere in einen Vulkan und explodiert. Warum genau daraufhin der gesamte Planet Venus in die Luft fliegt (!) bleibt unklar. Klar ist nur - Die Menschheit geht wieder einmal siegreich hervor.
Mit
Der große Krieg der Planeten, versuchte man wohl auf den Erfolgszug von George Lucas'
Krieg der Sterne (USA 1977) aufzuspringen, sogar ein Chewbacca-Verschnitt lässt sich unter den Venus-Bewohnern finden. Dennoch hat mir der Film wirklich sehr viel Spaß gemacht und war nach gefühlten 30 Minuten auch schon vorbei. Ich kann ihn hier wirklich ausnahmslos weiterempfehlen, kann mir kaum vorstellen, wie man hierdran nicht seinen Spaß haben kann.
Fazit:
