Never stop a running system. Rita Falk hat alles richtig gemacht. (Mal wieder) DER bayerische Open Air Kino Hit des Jahres.
Zuletzt gesehene Komoedie
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Re: Zuletzt gesehene Komoedie
Sauerkrautkoma (D 2018)
Never stop a running system. Rita Falk hat alles richtig gemacht. (Mal wieder) DER bayerische Open Air Kino Hit des Jahres.
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Re: Zuletzt gesehene Komoedie
Mamma Mia 2 – Here we go again (US 2018)
Positiv: 1. Kein Film, welcher dem Jugendwahn verfällt, sondern auch älter gewordene Charaktere zum Zug kommen lässt. 2. Es kommen eine Handvoll unbekanntere Abba-Songs zum Zug.
Der Rest (Handlung und so) ist absoluter Müll.
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Re: Zuletzt gesehene Komoedie
XXX Ein total verrückter Urlaub XXX
Was erst mal wie der Titel einer peinlichen Klamotte der deutschen Nackkriegszeit klingt, gehört in Wirklichkeit seit 1972 zur britischen "Ist ja irre" Filmreihe, die aus guten Gründen zu den Klassikern des Kinos gezählt werden darf.
Und wo selbst Engländer ihren "Sexkomödien" vorwerfen weder komisch zu sein noch Sex zu bieten, zünden beim verrückten Urlaub sowohl die meisten Gags, als auch die zweideutigen Anspielungen, oder gezeigten eindeutigen Tatsachen.
Hintergrund dieses komischen Feuerwerks ist der viertägige Urlaub einer englischen Reisegruppe auf der scheinbar spanischen Mittelmeerinsel "Elsbels", der gründlich ins Höschen geht. Das Hotel ist nicht mal zuende gebaut, und an mediterane Annehmlichkeiten wie Sandhähne im Zimmer und musikalische Rasierapparate muß man sich erst mal gewöhnen. Der Wein beim Mahl ist immerhin kostenlos, und wenn man aus Würstchen, Bohnen und Kartoffeln wählt... hat man sogar Auswahl.
Etwas dürftiger ist das Essen im Gefängnis, nachdem sich die Reisegruppe erfolgreich zu einer Schlägerei mit dem Personal von Madame Fifi's... ehm... Etablissement hat hinreißen lassen. Für Aufmunterung könnte eine lokale Spezialität sorgen: ein "Liquera per l'amoura". Was könnte das wohl sein ?
Höhepunkt der Reise soll eine große Abschlußparty werden. Dürftige Sandwiches und alberne Hütchen reichen noch nicht für Stimmung, aber mit 'ner Menge "Liquera per l'amoura" wird's schon gehen. Dazu kann auch eine Gruppe Mönche dann nicht nein sagen.
Und So bricht dann doch noch das Eis. Und die Hemmungen. Und die Fußböden. Und eigentlich Alles. Denn ein Hotel ins ausgetrocknete Flußbett zu bauen ist zwar günstig, aber dafür ungünstig; wenn der Wolkenbruch eine Flutwelle auf unsere tanzenden Weltenbummler losschickt...
Pubbetreiberin Mrs. Flange fasst die Reise dann auch sinngemäß zusammen: "Mit 'nem echten Weltuntergang. Sollte der sich tatsächlich so abspielen, bin ich dabei."
Dabei sein sollten auch Alle, die eine lockere Komödie mögen, die weder altbacken deutsch sein soll, nicht kontraproduktiv realistisch, und schon gar nicht "politisch korrekt".
Weiter aufgefallen sind mir die guten Schausspieler, die trotz Zuspitzung natürlich wirken, die flotte Musik von Eric Rogers, ein frühes schwules Reisepärchen, die hübsche Hotelkulisse, die komisch ist, gerade weil sie so normal aussieht, natürlich die gute Regie von Peter Rogers, und Barbara Windsor's Popo.
Die wenigen Oberflächlichkeiten und losen Enden im Drehbuch kann man leicht übersehen, ein paar Kontinuitätsfehler ebenso, und eine langweilig gespielte Reiseassistentin ist zwar ein Fremdkörper, stört aber zumindest nicht die Professionalität der Schauspielkollegen. Wem der Film gefällt sollte sich auch mal die englische Originalversion ansehen. Es gibt da einige Wortspiele, die sich nicht oder nur mit Verlust übersetzen lassen. Außerdem sind die Sprechmelodien der Schauspieler im Original noch pointierter. Und wer so hinter die zahlreichen verbalen Zweideutigkeiten kommt, lernt gleich noch Details der englischen Sprache kennen, die einem der Englischlehrer stets verschwiegen hat.
Wenn nach dieser Filmsichtung Frau oder Freundin dann Lust auf ein Brötchen hat, will sie entweder essen - oder ficken.
Übrigens, was haltet Ihr von freier Liebe ? Also ich... ich zahle zumindest nicht dafür (Wie ich nun gelernt habe).
Hach Kinder, es ist irre...
- Titel "Ein total verrückter Urlaub" (Originaltitel "Carry on abroad")
- Ursprungsland: England
- Erstaufführung: 1972
- Laufzeit: 85 Minuten
Mein Urteil 7 von 10 Punkten.
Was erst mal wie der Titel einer peinlichen Klamotte der deutschen Nackkriegszeit klingt, gehört in Wirklichkeit seit 1972 zur britischen "Ist ja irre" Filmreihe, die aus guten Gründen zu den Klassikern des Kinos gezählt werden darf.
Und wo selbst Engländer ihren "Sexkomödien" vorwerfen weder komisch zu sein noch Sex zu bieten, zünden beim verrückten Urlaub sowohl die meisten Gags, als auch die zweideutigen Anspielungen, oder gezeigten eindeutigen Tatsachen.
Hintergrund dieses komischen Feuerwerks ist der viertägige Urlaub einer englischen Reisegruppe auf der scheinbar spanischen Mittelmeerinsel "Elsbels", der gründlich ins Höschen geht. Das Hotel ist nicht mal zuende gebaut, und an mediterane Annehmlichkeiten wie Sandhähne im Zimmer und musikalische Rasierapparate muß man sich erst mal gewöhnen. Der Wein beim Mahl ist immerhin kostenlos, und wenn man aus Würstchen, Bohnen und Kartoffeln wählt... hat man sogar Auswahl.
Etwas dürftiger ist das Essen im Gefängnis, nachdem sich die Reisegruppe erfolgreich zu einer Schlägerei mit dem Personal von Madame Fifi's... ehm... Etablissement hat hinreißen lassen. Für Aufmunterung könnte eine lokale Spezialität sorgen: ein "Liquera per l'amoura". Was könnte das wohl sein ?
Höhepunkt der Reise soll eine große Abschlußparty werden. Dürftige Sandwiches und alberne Hütchen reichen noch nicht für Stimmung, aber mit 'ner Menge "Liquera per l'amoura" wird's schon gehen. Dazu kann auch eine Gruppe Mönche dann nicht nein sagen.
Und So bricht dann doch noch das Eis. Und die Hemmungen. Und die Fußböden. Und eigentlich Alles. Denn ein Hotel ins ausgetrocknete Flußbett zu bauen ist zwar günstig, aber dafür ungünstig; wenn der Wolkenbruch eine Flutwelle auf unsere tanzenden Weltenbummler losschickt...
Pubbetreiberin Mrs. Flange fasst die Reise dann auch sinngemäß zusammen: "Mit 'nem echten Weltuntergang. Sollte der sich tatsächlich so abspielen, bin ich dabei."
Dabei sein sollten auch Alle, die eine lockere Komödie mögen, die weder altbacken deutsch sein soll, nicht kontraproduktiv realistisch, und schon gar nicht "politisch korrekt".
Weiter aufgefallen sind mir die guten Schausspieler, die trotz Zuspitzung natürlich wirken, die flotte Musik von Eric Rogers, ein frühes schwules Reisepärchen, die hübsche Hotelkulisse, die komisch ist, gerade weil sie so normal aussieht, natürlich die gute Regie von Peter Rogers, und Barbara Windsor's Popo.
Die wenigen Oberflächlichkeiten und losen Enden im Drehbuch kann man leicht übersehen, ein paar Kontinuitätsfehler ebenso, und eine langweilig gespielte Reiseassistentin ist zwar ein Fremdkörper, stört aber zumindest nicht die Professionalität der Schauspielkollegen. Wem der Film gefällt sollte sich auch mal die englische Originalversion ansehen. Es gibt da einige Wortspiele, die sich nicht oder nur mit Verlust übersetzen lassen. Außerdem sind die Sprechmelodien der Schauspieler im Original noch pointierter. Und wer so hinter die zahlreichen verbalen Zweideutigkeiten kommt, lernt gleich noch Details der englischen Sprache kennen, die einem der Englischlehrer stets verschwiegen hat.
Wenn nach dieser Filmsichtung Frau oder Freundin dann Lust auf ein Brötchen hat, will sie entweder essen - oder ficken.
Übrigens, was haltet Ihr von freier Liebe ? Also ich... ich zahle zumindest nicht dafür (Wie ich nun gelernt habe).
Hach Kinder, es ist irre...
- Titel "Ein total verrückter Urlaub" (Originaltitel "Carry on abroad")
- Ursprungsland: England
- Erstaufführung: 1972
- Laufzeit: 85 Minuten
Mein Urteil 7 von 10 Punkten.