
Trailer: http://german.imdb.com/video/screenplay/vi3163226393/
„Die Bestie aus dem Weltraum“, „Sindbads 7. Reise“, „Der Herrscher von Cornwall“ oder „Erste Fahrt zum Mond“ haben neben den unterhaltsamen Stop Motion Effekten noch eine weitere Gemeinsamkeit, nämlich Nathan Juran. Der Regisseur war oft im fantastischen Film zu Hause und drehte 1957 auch den Monsterstreifen „The Deadly Mantist“, welcher in deutschen Kinos unter dem Titel… nein leider lief der Film nie bei uns im Kino, was doch sehr schade ist, denn schließlich bietet er gleiche Qualitäten wie der drei Jahre zuvor entstandene „Them!“ (bei uns „Formicula“).
„Auf jede Action folgt eine Reaktion“, nach diesem Prinzip löst ein Vulkanausbruch auf einer Insel im Nordatlantik einen Eisbruch am Nordpol aus und setzt damit eine für Jahrmillionen eingeschlossene Kreatur frei.
Als eine Radarstation im Norden Kanadas zerstört wird steht das Militär vor einem Rätsel. Und dieses Rätsel wird noch größer, als kurz darauf ein Flugzeug auf unerklärliche Weise abstürzt. In den Trümmern findet das Rettungsteam ein seltsames riesiges Bruchstück, das nicht dort hin zu gehören scheint. Es scheint sich dabei um etwas Prähistorisches zu handeln und so setzt sich das Militär mit dem Paläontologen Dr. Nedrick 'Ned' Jackson (William Hopper) in Verbindung. Dieser kommt nach einigem Rätseln zu dem Schluss, dass es sich um ein Stück des Fangarmes einer Gottesanbeterin handeln muss. Anhand der Größe des Bruchstückes muss es sich aber um eine immens große Kreatur handeln.
Schon bald tritt das Monster in Erscheinung und sorgt für Tod und Zerstörung. Wird es Dr. Jackson und der Armee gelingen der Bedrohung Herr zu werden, oder wird eine neue Spezies die Weltherrschaft übernehmen.
Mehrer Schauspieler tummeln sich in diesem B-Movie und alle waren viel im Fernsehen Tätig gewesen, wobei der wohl Craig Stevens am viel beschäftigten war. Dennoch sind die Gesichter eher unbekannt, abgesehen von William Hopper. Ihn kennt man am ehesten wohl als Paul Drake, Perry Masons Ermittler in der gleichnamigen Fernsehserie. Hopper spielte aber im gleichen Jahr auch in dem Monsterstreifen „Die Bestie aus dem Weltraum“, bei dem Nathan Juran ebenso Regie führte und zu dem Ray Harryhausen die Effekte beisteuerte.
Die Effekte in „The Deadly Mantis“ sind dagegen viel eher mit „Formicula“ zu vergleichen. Man griff auf übergroße Modelle zurück, die man mit Hilfe von Seilen und Hydraulik bewegte. Animatronik nennt man das wohl. Damit ist man optisch gesehen vergleichbar mit dem Riesenameisenfilm. Und auch atmosphärisch ist dies der Fall, was zum einen am Drehbuch liegt, zum anderen aber auch an der Art der Kamera, der Sets und der musikalischen Untermalung von Irving Gertz und William Lava.
Nathan Juran, als Garant für fantastische Unterhaltung, ist ein ansprechender Film gelungen, den ich von der Art her ganz klar zu „Formicula“ stellen würde, der aber eine ebenso grandiose Atmosphäre wie „Dinosaurier in New York“ besitzt.
Sicherlich sprießt das Drehbuch nicht gerade über vor innovativen Ideen und werden die Darsteller nicht so richtig gefordert, doch fesselt das Ganze schon sehr und weiß all jene besonders zu begeistern, die schon an den bereits genannten Filmklassikern ihre Freude hatten und auch Streifen wie „Godzilla“ etwas abgewinnen können.
Schade, dass der Monsterfilmklassiker nicht in Deutschland lief und es somit keine Chance für eine deutsche DVD Auswertung gibt. In unseren Landen war er aber trotz allem zu sehen, denn man brachte ihn auf Super 8 als Stummfilm heraus.
Für mich ist „The Deadly Mantis“ ein absolut herrlicher Monsterfilm, der einen besonderen Platz in meiner Sammlung einnehmen würde, wenn es denn eine passable DVD Auflage gäbe. Als Einzelveröffentlichung gibt es den Film da wohl nicht, aber in einer Monsterbox von Universal soll er in sehr guter Form erhältlich sein. Grund genug mir den Film demnächst auch in dieser Qualität zu Gemüte zu führen, denn derzeit liegt mir nur ein unterirdischer Mitschnitt aus dem amerikanischen Fernsehen vor.
Wertung:


