(Il venditore di morte)

(Bild ist verlinkt mit ofdb)
Genre: Giallo-Western
Regie: Lorenzo Gicca Palli
Darsteller: u.a. Gianni Garko, Klaus Kinski, Luciano Catenacci, Luciano Pigozzi
Bei einer Schießerei in einem Saloon kommen mehrere Menschen ums Leben, darunter auch zwei der drei Gangster. Der überlebende entkommt. Kurz darauf wird aber Chester Conway unter Verdacht der geflüchtete zu sein, festgenommen und des Mordes angeklagt. Die Verteidigung kommt gegen das voreingenommene Gericht nicht an, was den Anwalt zu seinem alten Freund Silver treibt. Dieser nimmt nun die Ermittlungen in dem Fall auf und fördert so nach und nach die Wahrheit ans Tageslicht. Doch nicht, ohne sich selbst in größte Gefahr zu bringen.
Wenn man den Inhalt des Filmes so liest, glaubt man gar nicht, dass es sich dabei um einen Italowestern handeln könnte. Wie man aus dem Feature der Koch Media DVD erfährt, handelt es sich auch um den letzten Vertreter einer Giallo-Western Trilogie. Das ist eine Trilogie, die das Krimi Genre in den Western verfrachtet. In den beiden Vorgängern war Peter Lee Lawrence jeweils der Hauptdarsteller. In diesem letzten Vertreter ist es Gianni Garko, dessen Figur des Silver sehr an seine Paraderolle des Sartana erinnert. Ein bewusster Punkt, den die Macher einbrachten um den Film erfolgreicher und populärer zu machen. Es ist ihnen gelungen, aber nicht nur wegen Garko, sondern auch wegen Kinskis wieder unglaublicher Präsenz und wegen der Handlung, die gut inszeniert wurde. Gibt es in der Fülle von Italowestern doch so viele Streifen die nur oberflächlich gestrickt sind und vornehmlich auf Action aus sind, vermag die Konstruktion von 1000 DOLLAR KOPFGELD gut zu fesseln. Der wahre Täter bleibt bis zum Schluss unerkannt und man fragt sich immer, wer es denn sein könnte. Sicherlich ist das Szenario nicht so gelungen, wie britische Krimis, doch es weiß zu unterhalten. An der nötigen Action fehlt es aber ebenso wenig und auch handfeste Schlägereien bekommt der Zuschauer. Zudem ist die Kameraführung und Ausleuchtung der Szenen sehr gelungen.
Hat mir gefallen der Film, was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte, als ich die Musik im Vorspann hörte. Der Komponist dieser Klänge hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Lediglich ein Trompetensolo wird geboten und nach etwa 10 bis 15 Sekunden wiederholt. Mehr scheint auch im gesamten Film nicht produziert worden zu sein, außer vielleicht eine Variation dieser Melodie. Echt schwach. Aber der übrige Rest lässt diesen Makel vergessen.
Wertung:

Die DVD
Die DVD von Koch Media ist ein weiterer Vertreter der Italowester Collection und natürlich einmal mehr gelungen. Das Bild ist klasse und der Ton stellt auch zufrieden. Besonders aufschlussreich ist zudem das 20-minütige Feature, in dem unter anderem Gianni Garko zu Wort kommt. Hier werden doch einige Hintergrundinformationen vermittelt, was zusammen mit dem im Digipak integrierten Booklet eine unheimliche Bereicherung ist. Dort hinzu gesellt sich dann noch eine Bildergalerie.
Wertung:

